Apr 262015
 

Wenn ich fotografieren gehen und mir hinterher die Foto anschaue, habe ich oft das Gefühl der Bildauschnitt ist falsch, es sind störende Elemente im Bild oder der Bildaufbau gefällt mir nicht. Aus diesem Grunde habe ich mal nach einem Workshop im Internet geschaut, ob ich etwas finde das mir zusagt und bei dem ich das Gefühl habe „da wird mir geholfen“.

Ich habe mich dann für den Nikon School Workshop: „Weniger ist mehr – Details fotografieren im blühenden Barock“ entschieden. Am 11. April war es dann soweit, Veranstaltungsort war das Residenzschloss in Ludwigsburg, und nach einer kurzen Anreise ging es um 9.00 h im Film- und Medienzentrum los. Der Trainer (Fotgraf von Nikon) stellt nach einer kurzen Vorstellungsrund ein paar Folien vor, die Runde bestand aus zehn Personen (8 Männer, 2 Frauen), und dann ging es mit einem 10-minütigen Spaziergang zum Schloss. Als wir das Schloss erreichten, sagte der Trainer: „Nun dürfen Sie ein Übersichtsbild machen, und das ist das letzte für heute, danach will ich soetwas nicht mehr sehen“.


Dann steuerten wir eine ruhige Ecke im Schlossgarten an um unsere Rucksäcke und Stative abzulegen. Auch gab uns der Trainer ein paar Tipps, wie breits am Eingang des Schlosses, worauf man dort achten können. Ich habe versucht mich auf kleine Dinge zu konzentrieren, hier ein paar Beispiele:

Gegen Mittag kam dann endlich die Sonne heraus, so dass sich am Mauerwerk aufgrund der Bauart der Schlosses sehr Schattenspiele blicken ließen.

Anschließend bekamen wir die Aufgabe einzelne Elemente bewusst in Szene zu setzen. Erstes Bild ist durch den Zaun (Mauer) des Schlossgartens fotografiert (Das die Tulpen unscharf sind, spielt hier keine Rolle). Beim Zweiten Bild sollte versucht werden eine der Statuen mit schlichtem Hintergrund zu fotografieren, das war bei den einzelen Elementen am Schloss gar nicht so einfach, aber so wirkt die Statue besser, als wenn dort noch störende Elemente im Hintergrund sind. Deim dritten Bild habe ich versucht Bewegung und und Stillstand in einem Bild zusammenzufassen.

Anschließend gind es zum Mittagessen, diese fand im Restaurant vom Schloss stand (natürlich bezahlt von Nikon). Nach dem Mittagessen ging es zu einem „Spielplatz“ im Schlossgarten und einer Beetanlage. Hier habe ich mal versucht mit den Farben einen Bildes zu spielen. Im linken Bild wollte ich zwei Töne im Bild vereinen (ohne Trennung) und im rechten habe ich versucht in der Mitte eine Linie zu schaffen zwichen den beiden Grüntönen.

Am Nachmittag habe ich den Trainer da einmal bezüglich Blitzen angesprochen, da mein Blitz seit mehr als 12 Monaten im Schrank lag und noch nie wirklich zu Einsatz kam.Das linke Bild ist ohne Blitz aufgenommen und wirk irgendwie fade. Im rechten Bild wurde von oben der Blitz drauf gehalten, das Bild selber wurde etewas unterbelichtet aufgenommen. Nun ergibt sich eine Effekt, der Hintergrund ist unscharf und dunkel, die blüte selber ist scharf und durch den Blitz beleuchtet, dadurch bekommt sie gewissen Leuchten und sticht im Bild hervor. Dieses entfesselte Blitzen war mir zwar bekannt, aber ich habe die Wirkung noch nie selber hinbekommen, und werde nun in Zukunft versuchen dies öfter anzuwenden.

Fazit:
Der Workshop hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe auch mein fotografisches Auge etwas weiter entwickelt. Bislang war mein Lieblingsobjektiv ein 70-200er Zoom, an diesem Tag habe ich viel mit einer 35mm Festbrennweite fotografiert, was meinen Blick geschärft hat. Denn bei einer Festrennweite muss mann auch mal einen Schritt zurück oder zur Seite gehen um auch den Ausschnitt zu bekommen den man haben will. Weiterhin versuche ich Fotos nun so zumachen, dass ich mir bei der Aufnahme nicht gleich denke, das kann ich mit Photoshop noch korrigieren, sondern den Ausschnitt so zu wählen, dass er direkt passt. Schließlich kann ich jeden nur so einen Kurs empfehlen, auch wenn er nicht ganz preiswert ist.

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